Tutorial

Photoshop Compositing Basics - Stockfotos

20.12.2017
| Lesezeit: 2 Min.

Nicht jeder ist in der luxuriösen Position sich Reisen, Kamera und Aufenthalt zu leisten, um die passenden Fotos für das nächste Compositing zu schießen, sodass in den allermeisten Fällen Stockfotos genutzt werden „müssen“. Oft findet man das nahezu perfekte Foto in diesen Bildbibliotheken und immer öfter sind diese Bilder sogar kostenlos! Im zweiten Teil dieser Reihe soll es um das Sichten von Material bzw. Stockfotos gehen (Die Erstellung einer Bildcollage aus diesen kannst du hier finden). Die Suche nach passenden Fotos schließt direkt an die Ideenfindung an und ist meistens der längste Prozess in der Vorbereitung.

Welche Dienste und Websiten gibt es?

Gegen Bezahlung:

  • Adobe Stock (ehemals Fotolia): Tiefe Integration in die Adobe Produkte, einfache Handhabung, intelligente Suche
  • Shutterstock

Kostenlos:

  • Unsplash: Die wohl bekannteste Seite und auch definitiv mein Favorit. Die meisten Fotos haben schon einen bestimmten Look und sehen daher weniger wie typische Stockfotos aus und eignen sich somit perfekt für große Bilder in Websiten. Aber auch für Compositings eignen sich diese gut, da die Fotos in sehr guter Qualität vorliegen (und man Farblooks auch manuell entfernen kann). Außerdem sind die Bilder toll in Kategorien kuratiert und per API abrufbar
  • Pixabay: Weniger Bildauswahl als Unsplash, dafür gibt es aber noch Grafiken/Illustrationen
  • LibreStock: Eine Suchmaschine für kostenlose Fotos
  • Deviantart: Bietet eine riesige Sammlung an Fotos, Dateien, Vorlagen
  • Allthefreestock: Eine Linksammlung für Fotos, Videos und Grafiken

Worauf sollte ich achten?

Als erstes solltest du auf die Bildrechte achten und überprüfen, ob diese für dein Projekt in Ordnung sind. So hält zum Beispiel Unsplash auf ihrer License Seite fest, dass die Bilder für jegliche Zwecke ohne Angabe von Urhebern genutzt werden können (außer ihr betreibt eine Seite, die eine Kopie von Unsplash ist). Es gibt aber auch Websiten, die verlangen, dass du den Fotograf unter dem Bild namentlich nennst – daher solltest du genau nachlesen, wie die Bilder zur Verwendung freigegeben wurden. Besonders auf Deviantart handhabt das jeder Autor verschieden.

Als zweites solltest du im Hinblick auf deine Idee und anschließende Skizze auf die Bildqualität (Auflösung, Rauschen, Dynamikumfang) und Perspektive achten. Wenn du beispielsweise ein Haus auf gleicher Höhe verwenden willst, kannst du kein Foto nehmen auf dem das Haus von oben/unten fotografiert wurde. Auch kannst du bereits auf die Lichtsituation achten, sodass du diese nicht nachträglich ändern musst. Ich persönlich achte nur wenig darauf, ob die Person/das Objekt leicht freizustellen ist, da meiner Meinung nach jedes Objekt freigestellt werden kann mit genügend Mühe. Im Falle von Haaren kann man diese auch händisch einmalen.

Wie nutze ich die Bilder in den weiteren Schritten?

Nachdem ich alle Bilder in einem Unterordner des Projekts abgespeichert habe, schneide ich die Personen/Objekte mit dem Lasso-Werkzeug grob aus und importiere die Bilder als Smartobjekt in mein Projekt. Somit kann ich schnell testen, ob das Bild für das Compositing passend ist. Nach mehreren Durchgängen habe ich dann meine Bilder gefunden und kann erneut die Smartobjekte öffnen und die Maske verfeinern. Näheres zum Thema Skizze und Komposition findest du bald in einem weiteren Teil dieser Reihe.

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