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10 Tipps für Photoshop Anfänger

24.11.2017
| Lesezeit: 3 Min.

Die Benutzeroberfläche von Photoshop kann einen am Anfang fast genauso erschlagen wie die Anzahl der verfügbaren Tutorials. Dabei unterscheidet sich die Qualität dieser teilweise stark – weshalb diese 10 Tipps besonders für Anfänger, aber auch für alte Hasen mit schlechten Angewohnheiten gedacht sind. Wenn du diese Grundprinzipien verinnerlichst werden deine Projekte während und nach dem Bearbeiten angenehmer zu nutzen sein – und das spart bekanntlich unnötigen Stress.

1. Maskieren statt Radieren

Wenn möglich solltest du die Nutzung einer Maske immer dem Radiergummi-Werkzeug vorziehen. Die Maske ermöglicht auch später noch Änderungen bzw. Zugriff auf das ursprüngliche Bild, hat ein umfassendes Dialog-Fenster zur Verbesserung der Kanten (Sehr hilfreich bei Freistellungen von Objekten) und erlaubt Feinjustierungen von Transparenzen.

2. Smartobjekte

Per Rechtsklick und In Smartobjekt konvertieren kannst du einzelne/mehrere Ebenen, Gruppen oder andere Smartobjekte in einem neuen Smartobjekt bündeln. Alle Änderungen, die an solchen Smartobjekten durchgeführt werden, sind nicht-destruktiv, d.h. du kannst auch zu einem späteren Zeitpunkt die Parameter ändern oder die Änderung gänzlich entfernen. Dazu zählen beispielsweise Transformationen (z.B. Skalieren) oder Filter (z.B. Gaußscher Weichzeichner). Es wäre aber Quatsch jede Ebene in ein Smartobjekt zu konvertieren – hierfür solltest du einen eigenen Workflow finden. Auf Adobes Hilfeseite findest du noch mehr Informationen.

3. Einstellungsebenen

Um Helligkeit/Kontrast eines Bildes zu ändern gibt es zwei Möglichkeiten: Einmal über Bild → Korrekturen → Helligkeit/Kontrast oder mit Hilfe von Ebene → Neue Einstellungsebene → Helligkeit/Kontrast. Nutze lieber Einstellungsebenen, da diese nicht-destruktiv sind! Zwar könnte man den ersten Befehl auch auf ein Smartobjekt anwenden, hätte hierbei aber bei mehreren Filtern keine Möglichkeit den Effekt separat auszumaskieren. Die Einstellungsebenen (inkl. Schnittmaske) sind also oftmals die bessere Wahl.

4. Organisiere dich

An der Stelle sollte es bestimmt schon angekommen sein: Arbeite nicht auf einer einzelnen Ebene! Erstelle so viele Ebenen wie du magst, ordne diese mit Gruppen und markiere dir wichtige Ebenen/Gruppen mit Farbe – und benenne deine Ebenen/Gruppen! Es mag zwar nach Mehraufwand klingen seine Ebenen zu benennen, allerdings sparst du dir dann damit später Stress, wenn du in der Datei noch einmal etwas abändern sollst. Wenn du absolut faul bist, solltest du mindestens deine Gruppen benennen … Hierzu zählt auch, dass du deine Photoshop Dateien ordentlich benennen solltest. Bild Final Final Wirklich Final v2 Änderung.psd ist kein guter Name! Nutze in solchen Fällen einfach eine steigende Versionszahl Bild_v01.psd.

5. Tastenkombinationen

Du wirst so viel schneller arbeiten, wenn du für oft genutzte Werkzeuge nicht mehr die Maus nutzen musst. Hier hilft eigentlich nur: Üben, üben, üben.

6. Dein Freund und Helfer: Zeichenstift-Werkzeug

Das Zeichenstift-Werkzeug – oder auch gerne Pfad-Werkzeug genannt – erscheint am Anfang etwas sperrig und geradezu kompliziert im Gegensatz zu einem Zauberstab-Werkzeug oder ähnlichem. Bei richtiger Nutzung erzielt das Zeichenstift-Werkzeug aber die besten Resultate für Masken. Lerne das Werkzeug zu nutzen, lerne Kurven zu erstellen. Das Werkzeug ist nicht dazu da alle 10 Pixel einen Punkt zu setzen!

7. Obacht: Sättigung und Schärfe

Viel zu oft sieht man Bilder, die extrem überschärft sind oder bei denen die Sättigung des Bildes extrem erhöht wurde. Nutze einen halbwegs kalibrierten Monitor (d.h. er sollte Farben im besten Fall richtig abbilden) und schärfe dein Bild bei einer 100% Ansicht.

8. Internet ≠ Print

Medien für das Internet sind nicht automatisch für den Druck geeignet und andersherum. Bevor du deine Plakatidee in die Tat umsetzt solltest du genauestens vorher nachlesen, welche Anforderungen die Druckerei stellt. Informiere dich über die Bedeutungen von dpi/ppi/Auflösung, Raster- und Vektorgrafiken, sodass du nicht am Ende in der Klemme steckst und dein Bild zu gering aufgelöst ist.

9. Verstehen

Klingt blöd, aber ist trotzdem wichtig: Verstehe was du tust und warum du es tust. Lerne nicht stumpf die Schritte auswendig, um einen Effekt zu erzielen, sondern verstehe warum du diese Schritte durchführst.

10. Photoshop ist nicht dein „Tool für alles“

Du solltest realisieren, dass Photoshop nicht die eierlegende Wollmichsau für alle deine Probleme ist. Videos lassen sich in Schnittprogrammen besser bearbeiten, UI-Interfaces lassen sich einfacher in Sketch/Adobe XD erstellen, Magazine/Visitenkarten/Flyer sollten mit InDesign erstellt werden. Schau dich lieber etwas um, bevor du dich mit Photoshop zum Ziel quälst.

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